… bedeutet für viele olympische Athleten höchste Motivation und treibt sie zu Bestleistungen auch jetzt wieder bei der Winterolympiade in Mailand und Cortina d’Ampezzo. „Go for Gold“ scheint auch das Motto der weltweiten Investoren zu sein, die den Goldpreis in den ersten 29 Januartagen um nahezu 30 % auf ein Rekordniveau von 5.600 USD für eine Unze getrieben haben. Im Angesicht höchster Unsicherheit verstärkt durch die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro, den Spannungen mit dem Iran, den Unsicherheiten um Grönland und dem andauernden Ukraine-Krieg glänzt der sichere Hafen des Edelmetalls. Da die US-Notenbank angesichts anhaltenden Markt- und Politikdrucks nun nach mehreren Jahren quantitativer Straffung ihr Programm des Anleihenkaufs jüngst wieder aufgenommen hat und weltweit auch die Notenbanken von China, Japan und Europa den Geldhahn geöffnet haben, um Wirtschaftswachstum anzukurbeln, verspricht das inflationsarme Asset Gold höchste Wertstabilität. Um so heftiger erscheint die 20%-Korrektur an den letzten beiden verbleibenden Januartagen – schockierend für das kurzfristig und spekulativ ins Gold geflossene Geld von Anlegern, jedoch durchaus gesund für die weitere Entwicklung des Edelmetall-Bullenmarktes. Während es dem marktbreiten US-Index S&P 500 gelingt, am 28. Januar erstmalig in der Börsengeschichte im Intraday-Handel die 7000-Punktemarke zu übertreffen, schafft der Technologieindex Nasdaq 100 in 2026 noch kein neues Allzeithoch. Das unterstreicht auch, dass zu Jahresbeginn weniger die Magnificent7 gefragt sind, sondern andere Sektoren wie der Energie- und Rohstoffsektor verstärkt im Anlegerinteresse stehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das im weiteren Jahresverlauf entwickelt, allerdings scheinen Investoren nun abwarten zu wollen, inwiefern die in der Quartalssaison berichteten gigantischen Investitionsausgaben der Hyperscaler (u.a. Amazon, Alphabet, Microsoft) für Datencenter und Rechenleistung in wirklich lukrative Geschäftsmodelle münden werden. Aktuell hat sich die Volatilität am Aktienmarkt wieder erhöht und es gibt erhebliche Tagesschwankungen, die angesichts positiver Entwicklungen der weiteren Zinsentwicklung und des Wirtschaftswachstums Investoren nicht schrecken sollten.