CONCEPT Aurelia Global – Kommentar zur aktuellen Situation

Anlageziel und Strategie

Der CONCEPT Aurelia Global ist ein flexibler, vermögensverwaltender Fonds. Die Anlagestrategie ist darauf ausgerichtet, langfristig deutliche Wertzuwächse zu erzielen. Der Fokus liegt auf sachwertorientierten Investments, im besonderen Aktien. Dabei darf die Aktienquote zwischen 25 % und 100 % variieren. Vor dem Hintergrund der anhaltend historisch hohen Staatsverschuldung bilden Edelmetall-ETFs einen weiteren Schwerpunkt. Um Verlustrisiken und zu große Schwankungen zu vermeiden, dürfen die Aktienpositionen auch temporär abgesichert werden. Der Fonds arbeitet ohne Anlehnung an eine Benchmark.

Der Aurelia kombiniert Technologie- und Konsumaktien mit Edelmetallinvestments; Technologieaktien gestalten wesentlich das Zeitalter der Digitalisierung und bieten dabei langfristig überlegene Renditechancen. Edelmetalle, im besonderen Gold, repräsentieren Werterhalt und Sicherheit. Gold schützt langfristig die Kaufkraft, in Kombination mit Technologieaktien dämpft es die großen Schwünge der dynamischen Aktien und beruhigt das Portfolio. Um die Prinzipien verantwortlichen Investierens zu gewährleisten, hat das Fondsmanagement eine klare ESG-Policy in den Investmentprozess integriert.

 

Kommentar zur aktuellen Situation:

Performancedaten im Überblick:

  • -   5,6 %   ytd (per 10.01.2022)
  • -   0,1 %   2021
  • + 18,6 %  2020
  • + 17,7 %  2019

Mitte November hat der Aurelia ein neues Allzeithoch markiert, von dem er in den letzten 7 Wochen stärker als üblich zurückgefallen ist. Was ist passiert?

  • Einige der Top-Titel haben nach ihren Quartalszahlen deutlicher korrigiert (Paypal, Salesforce). Dabei steht Paypal stellvertretend für die in 2021 zurückbleibende Kursentwicklung der Bezahldienstleister (auch Square, Mastercard, Visa). Gerade bei Paypal erachten wir die Verbilligung des Aktienkurses als Chance und haben aufgestockt; das Unternehmen ist mit ca. 430 Mio. aktiven Konten und der anstehenden Internationalisierung seiner Bezahl-App Venmo sowie der ab 2022 beginnenden Kooperation mit Amazon in einer starken Marktposition.
  • Die FED hat drei Leitzinserhöhungen für 2022 angekündigt und den Märkten Liquiditätsentzug signalisiert. Die sehr sensitiven Wachstumsaktien aus der zweiten und dritten Reihe haben unabhängig von Ergebniszahlen teils deutliche Kursrückschläge kassiert. So ist der Weltmarktführer für elektronische Signaturen DocuSign mit Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse im Kurs um 42 Prozent (!) zurückgefallen. Der Bericht war noch deutlich über den Erwartungen, im Ausblick hat der CEO jedoch vorsichtiger formuliert. Wir haben diese Extremkorrektur auch zu Zukäufen genutzt. Das Unternehmen wächst immer noch mit über 30 Prozent im Umsatz signifikant.
  • Andere Titel (Coronagewinner) sind vom Markt in Sippenhaft genommen worden (Globant, Shopify, Hubspot, Zscaler) und haben zu Jahresbeginn deutliche Abschläge der über die letzten 2 Jahre aufgelaufenen Kursgewinne hinnehmen müssen, ohne dass die Werte ihren exponentiellen Pfad verloren haben. Sie bleiben aus unserer Sicht Gewinner der Zukunft.
  • Die Ankündigung der FED hat auch dazu geführt, dass die Edelmetallpositionen (Gold, Silber, Platin, Minenaktien) parallel korrigiert haben. Damit konnten sie anders als sonst, nicht in einer unsicheren Marktphase gegensteuern. Mittelfristig, vor allem in einem Inflationsszenario, sollte Gold seiner Aufgabe, Kaufkraft zu erhalten, sicher nachkommen. Für das abgelaufene Jahr verbuchen alle Edelmetalle ein Kursminus.
  • 2021 war eindeutig das Jahr von Apple, Microsoft, Alphabet, Tesla und Nvidia. Allein diese Positionen zeigen sich für die Kursanstiege im Nasdaq Composite und Nasdaq 100 verantwortlich. Der Aurelia ist nur bei Alphabet investiert – rückblickend ein Fehler. Allerdings profitiert beispielsweise Apple weniger von Gewinnausweitungen, als vielmehr ist der Kursanstieg auf eine Ausweitung der Bewertung (Anstieg KGV) zurückzuführen. 2021 war aus unserer Sicht ein Jahr der Nachholeffekte und weniger eine Vorausschau in die Zukunft.

Reaktionen in der Portfoliozusammensetzung:

  • Kleinere, sehr wachstumsstarke, aber noch nicht profitable Unternehmen sind in den letzten Wochen zugunsten von günstig bewerteten, weniger anfälligen Technologieaktien (Intel, Verizon, Oracle, Abbott Laboratories) ausgetauscht worden. Die Schwankungsanfälligkeit des Portfolios wird sich somit reduzieren. Die Netto-Aktienquote ist bei ca. 60 % belassen.

Ausblick:

Die Aurelia-Strategie und deren Umsetzung bleiben vielversprechend; die kleineren Portfolio-Unternehmen sind extrem wachstumsstark und profitabel. Die gerade angelaufene Quartalssaison wird für alle Unternehmen, so auch für unsere Investments, zum Wegweiser hinsichtlich Umsatzwachstum und operativem Ertrag werden. Die Konsolidierung der Edelmetalle könnte schon in den nächsten Wochen beendet sein. Investoren werden sich angesichts zunehmender Volatilität an den Kapitalmärkten bei möglicherweise weiter steigenden Verbraucherpreisen des Grundcharakters der Edelmetalle erinnern.

Fondsmanagement
Thomas Bartling

 

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veröffentlicht am 11.01.2022
Kategorie Fonds-News